Prosauropoden

Riojasaurus (Echse aus Rioja)
Riojasaurus (Echse aus Rioja)

Die Prosauropoden gehören zu den frühen Dinosauriern. Sie erschienen in der Oberen Trias und starben im Unteren Jura aus. Unter ihnen waren Riojasaurus, Massospondylus, Lufengosaurus, Vulcanadon und Plateosaurus. Letzterer auch bei uns in Deutschland.

Südamerika

Riojasaurus

Vor etwa 220 Millionen Jahren lebte Riojasaurus, ein südamerikanischer Vertreter der Prosauropoden und einer der ältesten. Er ist nach seinem Fundort im heutigen Argentinien benannt.

Er wurde etwa 10 m lang, 2,50 m hoch und 0,7 t schwer, somit war er einer der größte Prosauropoden. Dennoch war er für einen Sauropoden recht leicht, denn er hatte wie spätere Verwandte Hohlräume in seinen Wirbeln. Anders als z.B. Plateosaurus in Europa war Riojasaurus wohl immer auf allen vier Beinen unterwegs, und konnte sich nicht auf den Hinterbeinen aufrichten.

Afrika

Vulcanodon (Vulkanzahn)
Vulcanodon (Vulkanzahn)

Vulcanodon

Vor 213-203 Millionen Jahren lebte Vulcanodon im südlichen Afrika. Er wurde 6,5 m lang und 4-5 t schwer. Seine Fossilien wurden in vulkanischem Sedimentgestein in Simbabwe gefunden, daher nannte man ihn „Vulkanzahn“.

Im Stammbaum der Sauropoden hat Vulcanodon seine eigene „Nische“ zwischen den Prosauropoden aus der Trias und den gigantischen Sauropoden des Oberen Jura.

Massospondylus (Massiver Wirbel)
Massospondylus (Massiver Wirbel)

Massospondylus

Vor ungefähr 200-183 Millionen Jahren, im Unterjura, lebte Massospondylus im südlichen Afrika. Er war ein 4-5 m langer Prosauropode. Sein Name bedeutet „Massiver Wirbel“, denn er hatte einen massigen Körper, einen langen Hals und einen langen Schwanz. Seine Fossilien wurden in Südafrika, Lesotho und Simbabwe gefunden.

Unklar ist, ob er wie die anderen Sauropoden ein Pflanzenfresser war, oder er auch Fleisch gefressen hat, denn sein Kopf und vor allem seine kräftigen Zähne ähneln mehr den Fleischfressern seiner Zeit. Auf der anderen Seite fand man bei ihm Gastrolithen. Das sind Steine, die die Sauropoden verschluckten, um die Verdauung fester pflanzlicher Nahrung wie Koniferen, Palmfarne, Schachtelhalme und Gingkos zu unterstützen. Massospondylus richtete sich auf einen Hinterbeinen auf, damit er aus den Baumkronen futtern konnte. Zudem hatte er fünf Finger an jeder Hand und eine gekrümmte Klause an den Daumen, so konnte er auch Zweige näher heranziehen.

Europa

Plateosaurus
Plateosaurus (Platte Echse)

Plateosaurus

Vor 218-211 Millionen Jahren streiften Plateosaurier durch Europa. Damals lag unser Kontinent viel südlicher als heute, etwas nördlich des Äquators, folglich war es heiß. 

Der Name „Breitweg-Echse“ wird dem Plateosaurus nicht gerecht, denn er war ein stattlicher Kerl – kräftig, um die 8 m lang und 1,5 t schwer. Seine stämmigen Hinterbeine waren deutlich länger als seine Vorderbeine, allein sein Schwanz machte schon die Hälfte seiner Körperlänge aus. Heute gehen die Wissenschaftler davon aus, dass er gut auf zwei Beinen laufen konnte und sich auf seinen Hinterbeinen aufrichtete, wenn er Grün aus Baumkronen futtern wollte.

Auch in Deutschland wurden Fossilien von ihm gefunden, besonders viele in Schwaben, das hat ihm den Spitznamen „Schwäbischer Lindwurm“ eingebracht.

Asien

Lufengosaurus

Vor 203-191 Millionen Jahren lebte im Südwesten Chinas Lufengosaurus, ein chinesischer Prosauropode, dem europäischen Plateosaurus recht ähnlich war. Er wurde 2 m hoch, 6 m lang und wog 2 t. Auch er lief auf allen vieren und konnte sich auf den Hinterbeinen aufrichten. Zudem hatte Lufengosaurus lange Finger und große Daumenklauen, daher konnte er Zweige näher zu sich ziehen und festhalten.

Lufengosaurus war der erste Dinosaurier, der in China ausgegraben und ausgestellt wurde; die ersten Funde hat man um 1930 in der Lufeng-Formation in der Provinz Yunnan gemacht. Danach barg der chinesische Paläontologe C.C. Young noch Dutzende anderer Dinosaurierskelette. Somit begann, einige Jahre nach der amerikanischen Expedition in die Mongolei, die Dinosaurierforschung auch in China, mit chinesischen Wissenschaftlern.

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