Jura

Apathosaurus (Trügerische Echse)
Apathosaurus (Trügerische Echse)

Die Dinosaurier beherrschten das Festland. Im Unterjura waren es vor allem die Prosauropoden, vielleicht die „Ahnherrn“, eher aber eine Nebenlinie der riesigen Sauropoden. Dazu gewaltige Carnosaurier wie der Dilophosaurus.

Die Erde

Der Superkontinent Pangäa zerbricht

Vor ungefähr 180 Millionen Jahrenbegann der Superkontinent Pangäa auseinander zu brechen. Der Meeresspiegel stieg und tief liegendes Land längst der Risse wurde überflutet. Das Klima änderte sich, es wurde es viel feuchter. Aus den Wüsten der Trias wurden die Lagunenlandschaften und tropischen Urwälder des Jura mit Nadelhölzern, Farnen, Schachtelhalmen und Bärlappgewächsen.

Über Millionen von Jahren entstanden schließlich zwei Kontinente: Laurasia im Norden und Gondwana im Süden.

Laurasia und Gondwana

Zu Laurasia gehörten die heutigen Kontinente Amerika, Europa und Asien. Gondwana umfasste das heutige Afrika, Südamerika, Australien, Indien, Antarktis und arabische Halbinsel. Beide Kontinente waren nicht vollständig von einander getrennt.Somit standen den Dinosauriern weite Räume offen. Dilophosaurus hat man sowohl in Arizona, USA, als auch in Yunnan, China, gefunden, Brachiosaurus in Afrika und Nordamerika. Allosaurus war weltweit unterwegs, denn an vielen Orten der Welt hat man seine Fossilien gefunden.

Dann überflutete das Thethys-Meer weite Teile Eurasiens. In Asien, vor allem China in gefundene Dinosaurierknochen aus dem Oberjura unterscheiden sich von denjenigen in Nordamerika und Afrika. Hier entwickelten sich unabhängige Arten, da das Meer den Weg auf die übrigen Kontinente versperrte.

Auch die Landverbindung zwischen Nord- und Südamerika wurde schließlich überflutet. Mit der Entstehung des Zentralatlantiks begann die Trennung von Nordamerika und Eurasien. Auch weite Teile Europas waren überflutet. England, die Heimat des Cetiosaurus, war damals eine tropische Küstengegend.

Die Dinosaurier

Die Dinosaurier beherrschten das Festland. Im Unterjura waren es vor allem die Prosauropoden wie Massopondylus, vielleicht die „Ahnherrn“, eher aber eine Nebenlinie der riesigen Sauropoden des Oberjura. Prominente Vertreter aus dieser Zeit sind Vulcanodon und Lufengosaurus, der erste in China ausgegrabene Dinosaurier.

Im Oberjura zogen dann gewaltige Herden riesiger Pflanzenfresser durch die damalige Welt. Nach den urigen Prosauropoden treffen wir nun die große Gruppe der Neo-Sauropoden (Echsenbeckendinosaurier), die Giganten ihrer Zeit: in Europa Cetiosaurus, in Nordamerika Camarasaurus,  Diplodocus, Apathosaurus und Seismosaurus, in Asien, Opisthocoelicaudia und Mamenchisaurus.

Dann die Stegosaurier aus der Gattung der Thyreophora (Panzerträger): Stegosaurus in Nordamerika, Kentrosaurus in Afrika, Tuojingosaurus in Asien und viele andere.

Sie mussten stets auf der Hut sein vor großen Theropoden (Raubsaurier), Fleischfressern wie dem Dilophosaurus und Megalosaurus im Unterjura, dann Ceratosaurus undAllosaurus im Oberjura. Zudem gab es die kleineren, leicht gebauten Raubtieren wie Coelurus Ornitholestes, Compsognatus und viele andere.

Der Ornithopode (Vogelfußdinosaurier) Dryosaurus, ein urzeitlicher „Globetrotter“, durchstreifte die damalige Welt.  Schelidosaurus ist ein früher Saurier, den die Wissenschaftler noch nicht so recht einordnen können. Auch Archaeopterix, der Urvogel, tauchte im Jura auf.

Die Dinosaurierforschung beginnt

Mit der Entdeckung von Megalosaurus 1818 begann die Erforschung der Dinosaurier, zunächst in Europa. Er bekam 1824 als erster einen wissenschaftlichen Namen. 1842 folgte dann der Cetiosaurus.

1870 kamen dann spannenden Nachrichten aus dem Westen der USA – in den Rocky Mountains hatte man riesige Knochen gefunden! In weiten Gebieten dort treten Steine an die Erdoberfläche, die zur Zeit der Dinosaurier entstanden waren.  Nun ging die Suche, man möchte eher sagen die Jagd nach Dinosaurierfunden richtig los. Es waren die Jahre des Wilden Westens. Nicht nur die Revolverhelden gingen aufeinander los, nun hatte auch ein „Knochenkrieg“ zwischen den Dinosaurierforschern Marsh und Cope in begonnen. Da gönnte ein Forscher dem anderen nichts mehr. In den gut zwanzig Jahren ihres „Knochenkriegs“ entdeckten sie 136 neue Dinosaurierarten.

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