Perm

Perm. Edaphosaurus, Moschops,Dimetrodon
Perm. Edaphosaurus, Moschops,Dimetrodon

[Vor 299-252,5 MioJ] Eine Zeit extremer Gegensätze auf der Erde. Die Zeit der Reptilien begann.

Im Karbon war ein neuer Superkontinent entstanden, Pangäa. Er war im Westen vom Panthalassischen Ozean, im Osten von der Paleo-Thetys-See umgeben. Pangäa schob sich langsam nach Norden, bis sich schließlich kein Land mehr an den Polen befand.

Eine Zeit extremer Gegensätze

Das Perm war eine Zeit extremer Gegensätze. Die südlichen Regionen Gondwanas waren vereist, und der Meeresspiegel war sehr tief. Im nördlichen Teil ging das feucht-warme Klima des Karbons zu Ende, dafür wurde es heiß und trocken. Flüsse, Flachmeere und Meeresbecken trockneten aus, daher wurden immer mehr Regionen zu Wüsten.

Deutschland lag damals im Hitze- und Trockengürtel in der Nähe des Äquators. Hier heißt das Untere Perm (vor 290-256 Millionen Jahren) wegen der auffällig roten Farbe der verwitternden Gesteine auch „Rotliegendes“.

Im Oberen Perm (vor 256-248 Mio. Jahren), in Deutschland auch „Zechstein“ genannt, schmolzen die Eisdecken in Gondwana und der Meeresspiegel stieg wieder. Doch die großen Gegensätze blieben: in der Südhälfte Pangäas war es kühl und feucht, in der Nordhälfte heiß und trocken.

Dann überflutete Meerwasser weite Teile des Festlandes. Unter der starken Sonneneinstrahlung verdampfte das Meerwasser allmählich, und Salzschichten lagerten sich am Boden ab.

Die Zeit der Reptilien

So blieben den Amphibien nur noch wenige Feuchtgebiete. Dafür brach die Zeit der Reptilien an, denn anders als Amphibien können sie auch in heißen und trockenen Gegenden leben.

Das Bild zeigt einen Edaphosaurus (Pflasterechse) und ein Dimetrodon. Beide waren Pelicosaurier, „Segel-Saurier“. Sie gehörten zu den Synapsiden, jenen säugetierähnlichen Reptilien, aus denen sich schließlich die Säugetiere entwickelten. Edaphosaurus hatte ein blattförmiges „Rückensegel“ aus Haut und Fleisch, das durch bis zu 1 m lange Wirbelfortsätze mit Querverstrebungen gestützt wurde.Dimetrodon (Zwei Zahnformen) hatte ein halbkreisförmiges „Rückensegel“ aus Haut und Fleisch, auch seines war durch bis zu 1 m lange Wirbelfortsätze gestützt. Den Namen verdankt er seinem in der Tat beeindruckenden Gebiss. Dimetrodon war ein Fleischfresser, Edaphosaurus hingegen ein Pflanzenfresser.

Die anderen Tiere auf dem Bild oben sind Moschops. Sie gehören zu denDie Dinocephalia, zu deutsch „schreckliche Köpfe“; auch sie gehören zu den Synapsiden. Sie waren überwiegend Pflanzenfresser.

Verheerende Vulkanausbrüche

Am Ende des Perms geschah eine Katastrophe. Der Superkontinent Pangäa war instabil, daher kam es zu vielen Vulkanausbrüchen. Am Ende des Perms schließlich, vor ca. 250 Millionen Jahren, stieg ein gewaltiger Mantelplume aus dem Erdinneren auf und breitete sich unter der Erdkruste aus. Es kam zu verheerenden Vulkanausbrüchen, die das Leben in weiten Regionen der damaligen Welt vernichteten. Bei Norilsk im heutigen Sibirien sieht man die bis zu 3 km dicke Lava-Ablagerungen aus jener Zeit.

Schlimmer noch, durch die Vulkanausbrüche gelangten große Mengen Staub, Kohlendioxid, Schwefeldioxid, Wasserdampf und Gase in die Atmosphäre. Die Sonnenstrahlen gelangten kaum mehr durch Staubschicht, daher verdunkelte die Erde verdunkelte und kühlte ab, und für lange Zeit wuchs kaum etwas. Das Schwefeldioxid in der Luft reagierte mit dem Wasser, dabei entstand Schwefelsäure, daraus wiederum saurer Regen. Die Gase in der Luft und in den Ozeanen veränderten das Klima nachhaltig.

Es heißt, dass 75% der Landtiere und sogar 95% der Meerestiere damals ausstarben, deshalb spricht man vom größten Massenaussterben in der Erdgeschichte.

Für lange Zeit war die Erde wieder eine lebensfeindliche Umgebung geworden.

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