Kreide

Tyrannosaurus Rex
Tyrannosaurus Rex

[Vor 145 – 66 MioJ] Der einstige Superkontinent Pangäa zerfiel weiter. In der Kreide gab es mehr Dinosaurierarten als in Trias und Jura zusammen.

Gondwana zerbricht

Seit dem Jura gab es zwei große Kontinente, Laurasia im Norden und Gondwana im Süden. Mit der Entstehung des Zentralatlantiks begann die Trennung von Nordamerika und Eurasien. Dann zu Beginn der Kreide, vor ungefähr 140.000 Millionen, brach auch Gondwana auseinander. Mit der Entstehung des Südatlantiks löste sich Südamerika von Afrika, dann entfernten sich Indien und Madagaskar von Antarctica und Australien. Beide Kontinente waren noch miteinander verbunden.

Der Meeresspiegel steigt

Am Ende der Unterkreide stieg der Meeresspiegel und weite Regionen wurden überflutet; es war eine der größten Überflutungen der Erde überhaupt.

Der Nordatlantik trennte Europa von Nordamerika. Damals bestand Europa nur aus wenigen Inseln. Doch auch neue Küsten und neue Lebensbereiche am Ufer entstanden. Viele Fossilien wurden im Süden Englands gefunden. Damals war die Region von Flüssen und Bächen durchzogen und mit Teichen und Seen bedeckt.

Nordamerika war durch einen breiten Flachmeerstreifen, den Western Interior Seaway, in eine westliche und eine östliche Hälfte getrennt. Ein Seeweg lief durch West und Zentralafrika, und wo heute Wüste ist, war es damals tropisch feucht und üppig grün.

Das Klima war weltweit warm, Farne und Schachtelhalme gediehen üppig.

Australien lost sich von Antarticta

Zu Beginn der Oberkreide löste sich schließlich Australien von Antarctica, das nun isoliert war. Auch Madagaskar war nun eine Insel, und Indien driftete weiter nach Nordosten. Es gab nur noch wenige Landbrücken, doch eine davon muss Asien mit Nordamerika verbunden haben, denn es gab Tyrannosauriden in Nordamerika und Asien, und die Ceratopsier kamen aus Asien nach Nordamerika.

Die Rocky Mountains entstehen

Am Ende der Kreide sank der Meeresspiegel. Große Gebirge entstanden, unter ihnen die Rocky Mountains. Das Flachmeer in Nordamerika ging zurück, und zwischen Ufer und Rocky Mountains lebten viele Dinosaurier.

Die Dinosaurier

Weltweit

Die Stegosaurier verschwanden. Iguanodons (Ornithopoden) und ihre Verwandten Ouranosaurus in Afrika und Muttaburrasaurrus in Australien zogen um die Welt. Ein anderer „Globetrotter“ unter den Ornithopoden war Hypsilophodon. Bei den Thyreophora tauchen die ersten Ankylosaurier auf: Nodosaurus in Nordamerika, Minmi in Australien, Polacanthus und viele mehr.

Vor allem die neue, artenreiche Pflanzenwelt der Oberkreide mit Laubbäumen und Blüten gab der Entwicklung neuer Arten einen ungeheuren Schub.

Bei den Ornithopoden erschienen große Hadrosaurier mit Entenschnäbeln und ganz unterschiedlichen Kopfformen, unter ihnen so bekannte Namen wie Maiasaura in Nordamerika und Tsintaosaurus in Asien. Bei den Thyreophora tauchen die schwer gepanzerte Ankylosaurier auf, unter ihnen Ankylosaurus in Nordamerika und Saichania in der Mongolei.

Schließlich kamen auch die Marginocephalia. Alle Tiere dieser Ordnung hatten einen auffällig geformten Schädel. Die Pachycephalosaurier, die „Dickkopfsauriern“, hatten eine besonders dicke Schädeldecke. Zu ihren gehören u.a. der Namengeber Pachycephalosaurus aus Nordamerika und die kleinern Vertreter Homocephale und Prenocephale aus Asien.

Dann haben wir die Ceratopsier, die Horndinosaurier mit ihren Hörnern und Nackenschildern. Von ihrem „Urvater“ Psittacosaurus aus der Unteren Kreide einmal abgesehen, traten sie erst am Ende der Kreide auf. Die großen Ceratopsier wurden nur in Nordamerika gefunden, unter ihnen Styracosaurus, Torosaurus und natürlich Triceratops.

Nordamerika

Bei den Theropoden erschienen die Dromaeosaurier, das waren kleinere und leichter gebaute Coelurosaurier, unter ihnen der Namensgeber Dromaeosaurus und Deinonychus in Nordamerika.

Schließlich treffen wir auf den wohl populärsten Dinosaurier, den Tyrannosaurus Rex. Zudem erschienen Albertosaurus, Tarbosaurus alias Tyrannosaurus bataar, Alioramus andere riesige Tiere. Dann die Ornithomimiden, die Vogelnachahmer, die in vielem an große Laufvögel wie den Strauß erinnern, und Raptoren wie  Oviraptor, Utahraptor und Velociraptor.

Sauropoden mit Panzern und Stacheln auf der Südhalbkugel

Auf der Nordhalbkugel wurden die riesigen Sauropoden seltener, doch auf Südhalbkugel entwickelten sie sich weiter. Der 1993 entdeckte Argentinosaurus war eines der größten Landtiere überhaupt. Einige unter ihnen , z.B. Saltasaurus, entwickelten Rückenpanzer, anderen sahen mit ihren Stacheln recht wild aus. Alamosaurus aus Nordamerika war einer der letzten Dinosaurier überhaupt.

Sie alle mussten sie immer auf der Hut sein vor großen Raubsauriern wie dem Carnotaurus, ein Verwandter des Ceratosaurus aus dem Jura, und dem Carcharodontosaurus, der auf Allosaurus folgte, und dem gewaltigen Giganotosaurus.

Afrika

Nordafrika und der heutige Niger war damals eine tropisch grüne Landschaft. Hier entdeckten die Forscher gewaltige Dinosaurier, die Fleisch- und Fischfresser Spinosaurus, Suchomimus und Afrovenator, dazu den Pflanzenfresser Ouranosaurus. Auch vom riesigen Sauropoden Brachiosaurus wurden in Algerien Fossilien gefunden.

Europa

Verglichen mit anderen Regionen, wurden in Europa weniger Dinosaurier aus der Kreidezeit gefunden, dafür.so altbekannte und prominente wie Iguanodon, Hypsilophodon und – seit 1983 – Baryonyx.

Australien und Antarctica

Damals in der Unterkreide lag Australien unweit des südlichen Polarkreises, viel südlicher als heute, und war noch mit Antarctica verbunden. Zwar waren die Pole eisfrei und die Dinosaurier konnten hin- und herwandern, doch war das Klima kühler geworden, in den Wintermonaten fror und schneite es. Zudem mussten die Tiere mit monatelanger Dunkelheit fertig werden.

Gefiederte Dinosaurier aus Asien

Seit Beginn der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Dinosauriern ging man davon aus, dass sie eng verwandt mit modernen Reptilien waren. Darauf deutet schon der Name hin, denn Dinosaurier bedeutet „Schreckensecke“. 1842 hatte Sir Richard Owen den Begriff geprägt.

Das begann sich mit der Entdeckung von Deinonychus zu ändern, denn mit ihm bekam das Bild von Dinosauriern ganz neue Facetten. Da waren jetzt nicht mehr die Giganten, sondern kleinere, flinke und agile Räuber. Dann, 1996 machten chinesische Wissenschaftler einen ganz besonderen Fund. In der Provinz Liaoning im Nordosten Chinas entdeckten sie Sinosauropteryx, das erste Bespiel eines „gefiederten“ Dinosauriers. Das war schon eine Sensation: nicht nur die Vögel, auch manche Dinosaurier hatten Federn!

Am Ende der Kreidezeit

Nach der Blüte der Dinosaurier in der Unter- und vor allem der Oberkreide ging die Artenvielfalt in den letzten Millionen Jahren der Kreide zurück. Das zeigt ein Vergleich zweier bekannter Fundstellen in Nordamerika, nämllich der Judith-River-Ablagerung in Südalberta (75 Millionen Jahre alt) und der Hell Creek in Montana (65 Millionen Jahre alt). Viele Arten waren schon verschwunden, so die meisten der Sauropoden, die meisten Ornithomimiden und Dromaeosaurier wie Velociraptor. Unter den letzten Dinosauriern waren so bekannte wie Tyrannosaurus Rex, Alamosaurus und Triceratops.

Das Ende der Kreidezeit brachte dramatische Veränderungen. n gewaltigen, lang anhaltenden Vulkanausbrüchen strömten Lava und Dampf aus; dabei entstand das Hochland von Dekkan in Indien. Zudem stiegen große Mengen giftiger Gase (Kohlendioxyd) in die Atmosphäre. Beide Faktoren führten zu drastischen Klimaänderungen, und das wiederum veränderte die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen. Deshalb spricht man von einem „Inferno zum Ende der Kreidezeit“.

Am Ende der Kreidezeit prallt ein Meteorit auf der Erde auf und zerstört alles Leben. 75 % aller Tiere kommen um, die Dinosaurier starben aus.

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